Was hatten wir Deutsche nicht für Sorgen mit der mittlerweile verstaatlichten Hypo Real Estate, kurz HRE? Es wurde gebangt und gekämpft damit nicht das komplette Bankensystem und damit unsere Wirtschaft in sich zusammenfällt. Am Ende stehen viele Steuermilliarden in den Büchern des Immobilienfinanziers, doch die HRE scheint gerettet.

Das der Schein auch schnell trügen kann sieht man nun wieder, durch die drohende Pleite Griechenlands könnte die HRE erneut 10 Milliarden Euro verlieren, 10 Milliarden die in Staatsanleihen stecken. Allein deshalb kommt die Bundesregierung an einem Rettungspaket für die Griechen wohl kaum vorbei, doch es gibt weitere Gründe: Die Bundesbürger. Viele Rentenfonds arbeiten mit Staatsanleihen, ein bisher sicher geglaubtes Geschäft - schließlich geht doch kein Euro-Land Pleite. Noch so ein Irrglaube der durch die Finanzkrise aufgedeckt wurde. Bisher ist scheinbar nicht sicher wie viele Fonds Staatsanleihen aus Griechenland in ihrem Portfolio haben, aber es werden wohl mindestens weitere 5 bis 10 Milliarden Euro sein. Hinzu kommt das mit dem Fall Griechenland weitere Wackelkandidaten wie zum Beispiel Spanien, Portugal oder Italien erheblich ins schwanken kommen würden. Auch in diesen Ländern stecken hunderte Millionen deutscher Gelder die eigentlich die Altersvorsorge sichern sollten.

Eine mögliche Pleite Griechenlands würde uns also sehr hart treffen, vielleicht sogar härter als die Kosten der Rettung.