Nun ist sie also ausgelaufen, die Umweltprämie Abwrackprämie. Doch was hat das tatsächlich eingebracht? Natürlich, rund 2 Millionen Neuwagenverkäufe - das ist klar wenn man 5 Milliarden durch 2500 teilt und was noch? Arbeitsplatzsicherung in der Automobilindustrie und bei den einigen Zulieferen, nicht nur in Deutschland, nein alle auf dem deutschen Markt aktiven Konzerne durften davon profitieren. Und natürlich die Autohändler nicht zu vergessen, gab es doch endlich wieder vernünftige Provisionen.

Bei Betrachtung all dieser Nutznießer (und es waren sicher noch einige mehr: Schilderstellen fallen mir da noch ein) sollte man eigentlich ein postitves Fazit unter diesem Konjunkturpaket ziehen, oder?

Die Frage dürfte sein was denn jetzt passiert? Wurde die Krise überbrückt oder verschoben? Denn nach den 8 guten Monaten dürfte zunächst eine große Flaute im Neuwagengeschäft eintreten, ebenso im Gebrauchtwagenmarkt. Womit wir bei meinem Sorgenkind wären: Was ist eigentlich mit all denen die sich in 2008 ein Auto gekauft haben? Und mit einer Ballonrate finanziert, mit dem Gedanken nach 2,3 oder 4 Jahren den Wagen gegen einen Neuen zu tauschen? Denn mit etwas Pech wird dann der Gebrauchtwagenmarkt mit tausenden, billigen Gebrauchten aus der Abwrackprämie geflutet. Zum Beispiel weil viele Kredite aufgrund (Krisenbedingter) Arbeitslosigkeit geplatzt sind. Bekommen die dann einen Ausgleich der Bundesregierung als Abwrackprämiengeschädigte?

Was ist mit den Werkstätten? Neue Wagen gehen im allgemeinen weniger kaputt und werden auch öfter in die Vertragswerkstätten gebracht. Was ist mit all den anderen Unternehmen die nicht subventioniert wurden? Ist das noch gerechte soziale Marktwirtschaft? Klar steht das Wohl der Gemeinschaft über dem des Einzelnen, aber wo ist die Grenze?

Es bleibt abzuwarten wie sich diese Einseitige Bezuschussung in der nahen Zukunft auswirkt, vielleicht sehe ich das auch alles zu schwarz!