Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Ein Haushalt der unteren Einkommensschicht verfügt mittlerweile nur noch über ein verfügbares Einkommen von rund 650,- € im Monat - die oberen Einkommensschichten beginnen bei ca. 3.500 € im Monat. Damit trifft es mal wieder die Geringverdiener besonders hart wenn durch die, notwendigen, Sparpakete der Bundesregierung allerlei Vergünstigungen wegfallen. Noch viel härter haben diese Menschen, die mittlerweile weit über 1/3 der Bevölkerung ausmachen, mit den steigenden Kosten für Energie und Mobilität zu kämpfen. Denn nur weil man ein sehr geringes Einkommen hat bedeutet dies nicht das man auch eine geringe Wegstrecke zum Arbeitsplatz zurücklegen muss. Oft ist selbst bei Geringverdienern ein eigenes Auto unablässig - wer nicht gerade in einer Großstadt lebt hat selten die Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Arbeitsplatz zuverlässig und pünktlich zu erreichen. Aufgrund der geringen finanziellen Mitteln muss dann auf einen vergleichsweise alten Gebrauchtwagen zurückgegriffen werden da das Geld für einen Neuwagen nicht reicht.
Je älter ein PKW desto häufiger sind die Reparaturen, ein Grund warum Anbieter mit Slogans wie Autoersatzteile günstig großen Zulauf haben. Die freien Werkstätten sind der Nutznießer dieser Entwicklung - trotz Abwrackprämie laufen die Geschäfte gut.
Ebenso ist ein Trend im Kaufverhalten an den Automarken zu sehen. Deutsche Autos sind zwar weiterhin beliebt und werden, sofern bezahlbar, auch gern gekauft. Doch besonders große Zuwachszahlen verzeichnen Marken die mit besonders günstigen Modellen an den Markt gehen. Der Dacia Logan ist hier wohl das extremste Beispiel, aber auch asiatische Marken konnten Steigerungen der Verkaufszahlen erreichen. Dies liegt natürlich, neben den günstigen Preisen, auch an der gesteigerten Qualität und daran das Ersatzteile Toyota, Mazda, Suzuki, Mitsubishi und anderen Herstellern bedeutend günstiger geworden sind. Galten diese vor 20 Jahren noch als unsagbar teuer stellen diese mittlerweile keine Probleme mehr dar. Auch die Ausstattung der Modelle sowie die Lebensdauer haben sich an europäisches Niveau angeglichen bzw. sind teilweise sogar besser - kein Wunder also das diese Autohersteller besonders beliebt sind.
Auch im Benzinverbrauch, der aufgrund der stetig steigenden Benzinpreise ein wichtiges Kriterium ist, stehen die asiatischen Modelle den europäischen kaum nach. Aufgrund der günstigeren Produktionskosten stehen damit die Deutschen Tradtionsmarken wie VW und Opel vor einer großen Herausforderung, besonders im unteren Preissegment. Denn die Zeiten der Markentreue sind längst vorbei, oft wählen Autokäufer das Modell rein nach objektiven Kriterien aus ohne auf die Marke zu achten.

Niemand kommentierte bisher " Die Deutschen werden immer ärmer "
Verfolge den Kommentar RSS oder hinterlasse einen TrackbackKommentar schreiben